Sommerflieder und Goldruten: Gemeinsam für die Natur in Greifensee
Der Sommerflieder (Buddleja davidii) war während vieler Jahre ein beliebter Zierstrauch. Dank seiner langen Blütezeit bis in den Spätsommer zieht er zahlreiche nektarsuchende Insekten wie Bienen und Schmetterlinge an. Auch die amerikanischen Goldruten (Solidago canadensis und Solidago gigantea) sind aufgrund ihrer üppigen gelben Blüten bei Insekten sehr beliebt.
Trotzdem gelten beide Pflanzen heute als invasive Neophyten. Invasive Neophyten sind gebietsfremde Arten, die sich stark ausbreiten und dadurch die einheimische Pflanzenwelt verdrängen. Sie gefährden die Artenvielfalt und verändern wertvolle Lebensräume.
Für Privatgärten besteht derzeit keine gesetzliche Pflicht, bestehende Pflanzen zu entfernen. Wer amerikanische Goldruten im Garten hat, kann diese mitsamt den Ausläuferwurzeln entfernen und durch einheimische Wildblumen ersetzen. Beim Sommerflieder empfiehlt es sich, die Blütenstände vor der Samenreife zurückzuschneiden, damit sich die Pflanze nicht weiter ausbreiten kann. Noch wirkungsvoller ist es, den Strauch durch ein einheimisches Gehölz zu ersetzen. Geeignete Alternativen sind beispielsweise Holunder, Berberitze, Pfaffenhütchen sowie Schwarz- oder Weissdorn. Diese bieten Nahrung und Lebensraum für zahlreiche einheimische Tierarten und fördern die Biodiversität in unseren Gärten.
Mit einem naturnah gestalteten Garten kann jede und jeder einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in Greifensee leisten.
Abteilung Hoch- und Tiefbau