Willkommen auf der Website der Gemeinde Greifensee



Sprungnavigation

Von hier aus k?nnen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:
Startseite Alt+0 Navigation Alt+1 Inhalt Alt+2 Suche Alt+3 Inhaltsverzeichnis Alt+4 Seite drucken PDF von aktueller Seite erzeugen
  • Seite vorlesen
  • Druck Version
  • PDF

Die «Stimme des Hauses» hallt wider in Schleif- und Bohrgeräuschen

Der Umbau des Landenberghauses und die Sanierung des ehemaligen Pfarrhauses machen zügig Fortschritte

Vor Schneefall und Frost haben Baumeister und Zimmermann im letzten Herbst einen grossen Meilenstein geschafft und den Dachstuhl fertiggestellt. Sobald die Holzkonstruktion stand, wurde das Dach innerhalb von wenigen Tagen mit vorgefertigten Holzbrettern und schliesslich mit der «Dachhaut», einer Kunststofffolie zur Eindeckung des Dachunterbaus, versehen. Gestützt wird das Dach durch Fichtenholz-Säulen, die im grossen Saal entlang der Galerie stehen. Somit wurde vor Wintereinbruch der Rohbau finalisiert und die Grundlage für die nächsten Arbeiten geschaffen. Was ist seither im Umbau des Landenberghauses geschehen?

Eine Überraschung folgt der nächsten
Wie bereits berichtet, wurden im ehemaligen Pfarrhaus im letzten Herbst bei der Freilegung der Decke unverhofft Blumenornamente entdeckt. Aber diese blieben nicht die einzigen Überraschungen in der historischen Bausubstanz. Im Obergeschoss stellte sich heraus, dass in der Vergangenheit beim Versuch, die abgesackten Böden auszugleichen, einige statisch kritische Bausünden begangen wurden. So wurde z.B. ein Boden mit schwerem Zementmörtel aufgefüllt, ein Stützbalken kurzerhand gekürzt und ein tragender Balken lag nicht mehr auf der zentralen Stütze auf. Unter Beizug eines Holzstatikers werden die Mängel nun behoben. Im Landenberghaus wurden im inneren Bereich ebenfalls die historischen Mauern sorgfältig freigelegt und behutsam restauriert, damit die ursprünglichen Bollensteinwände sichtbar bleiben können. Bei der Freilegung der schlossgewandten Innenwand wurde im Bereich des neuen Aufgangs zum Saal überraschenderweise eine ehemalige Fensternische entdeckt, die vorher von beiden Seiten verdeckt bzw. zugemauert war. Die alte Fensteröffnung wird freigelegt und wiederhergestellt, damit Tageslicht in den Treppenaufgang strömen kann.

Vom Rohbau zum Innenausbau
Nun beginnt die Phase des Innenausbaus. Die Böden im Erdgeschoss werden mit Schleifmaschinen geschliffen, um den aus Zement und verschieden farblich abgestimmten Steinchen hergestellten schönen Terrazzo sichtbar zu machen. Im Hauptsaal des Landenberghauses hat man den Unterlagsboden und die Bodenheizung eingebaut. Auf diesen Bodenaufbau folgt als nächstes nun das Eichenparkett.

Nebst der neuen Heizungsverteilung werden derzeit noch andere Teile der ganzen Haustechnik, insbesondere Installationen für Lüftung, Sanitär und Elektrik, montiert. Im Untergeschoss stehen zwei grosse Lüftungsgeräte, das eine für den Saalbetrieb, das andere für den Gastronomiebereich. Vom Keller werden die Lüftungskanäle in den oberen Teil des Saals hochgezogen und führen dann von der Galerie her zum Dachstock des Pfarrhauses, von wo sie nach draussen münden. Ebenfalls im Dachstock werden die Motoren für die Bühnentechnik verstaut werden. All dies erfolgt selbstverständlich unter Beachtung der mit der Feuerpolizei und Denkmalpflege zum Teil vor Ort definierten Auflagen. Das Dach wird aktuell mit Biberschwanzziegeln eingedeckt. Etwa die Hälfte der originalen Ziegel ist in gutem Zustand und kann wie geplant behalten werden; diese Ziegel liegen bereits auf der Städtliseite des Daches. Für die Seeseite konnten andere historische Ziegel aufgetrieben werden.

Inbetriebnahme am 21. September
Im Februar konnten die letzten terminrelevanten Abklärungen abgeschlossen und die entsprechenden Entscheide getroffen werden. So hat z.B. der Gemeinderat entschieden, die floralen Deckenornamente im 1. Obergeschoss des ehemaligen Pfarrhauses sichtbar zu belassen und dafür das Parkett im 2. Obergeschoss zu restaurieren (s. auch Bericht in der NaG vom 27.9.2018). Es musste vorsichtig entfernt werden, um die Geschossdecke gemäss der feuerpolizeilichen Auflagen mit Dämmmaterial zu ertüchtigen. Danach soll das ursprüngliche Parkett – das momentan säuberlich nummeriert im Dachstock des ehemaligen Pfarrhauses gestapelt ist – wieder eingebaut werden.

Nach der Aktualisierung des Zeitplans steht nun auch das Datum der Inbetriebnahme des «Kulturhauses Landenberg» fest: Das «KuL», wie das erweiterte Landenberghaus in Absprache mit den Vereinen neu heissen wird, nimmt seinen Betrieb am 21. September 2019 auf. Die Inbetriebnahme wird mit einem Anlass im Rahmen der «Städtligeschichten» gefeiert werden. Das grosse Eröffnungsfest mit allen Vereinen findet dann im Juni 2020 statt.



Datum der Neuigkeit 28. März 2019

© Copyright Gemeinde Greifensee 2020